n.14 Entscheidungen und andere wilde Tiere

Das Tetralemma öffnet vier Tore jenseits von Ja und Nein. Über systemisches Denken, die Suppe verlassen und warum Entscheidungen kein Entweder-Oder sein müssen. Plus: Therapy Thursday, ein neues Format.

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n.14 Entscheidungen und andere wilde Tiere
Päuschen nach einem Wandertag in Norwegen, 2024. Weder A, noch nicht-A oder sonst irgendwas 😃

Das Tetralemma, die Suppe verlassen und die Erinnerung, dass Leben kein Entweder-Oder ist.

Lieber anderer Mensch,

Du kannst dir die Passage auch einfach mal anhören:

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Playful Passage n.14
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die letzten Wochen waren voller lebendiger Experimente. In meiner therapeutischen Arbeit (Daniel hier 👋) habe ich mehrere Gruppensitzungen begleitet – ausgestattet mit Insighttopia-Karten und anderen verspielten Tools. Daraus entstanden neue Formate wie der Therapy Thursday, den ich nun regelmäßig mit dir teilen will: als Spielfeld für Erkenntnisse, Humor und heilsame Perspektivwechsel.

Parallel dazu hat sich die Mission von Playtipus Games weiter verdichtet:

Wir wollen kreative Menschen – insbesondere therapeutisch Tätige oder solche auf dem Weg dorthin – dabei unterstützen, Veränderung nicht als Bürde, sondern als Einladung zur spielerischen Selbstentwicklung zu begreifen.

💡
🎭 Müssen Veränderungsprozesse immer schwer, tief und mühsam sein?
💡
🧸 Oder dürfen sie sich auch nach Sandkasten anfühlen – wo Probieren, Scheitern und Staunen ganz normal sind?

Diese Woche widmen wir uns einem dieser „schwer-leichten“ Themen: Entscheidungen.

Und dem uralten systemischen Geheimnis, dass es mehr als nur A oder B gibt.

🧭 Das Tetralemma – vier Tore zur Entscheidung

In systemischer Sprache unterscheidet man nicht nur zwischen Ja oder Nein, sondern öffnet die Perspektive auf vier (bzw. fünf) Möglichkeitsräume:

  1. A
  2. Nicht-A
  3. Sowohl A als auch Nicht-A
  4. Weder A noch Nicht-A
  5. 🌀 (und manchmal: „Etwas ganz Anderes“)

Diese Perspektiven helfen uns, aus der Zelle binärer Logik auszubrechen und wieder in den Spielmodus des Denkens zu finden.

Systemisches Denken heißt: nicht gegen das Problem arbeiten, sondern um es herum tanzen. 💃🕺

Die Dinge dürfen paradox sein. Mehrdeutig. Vielschichtig.

Wir müssen unsere Sichtweise nicht aufgeben – aber wir können sie vorübergehend parken, um andere Realitäten zu betreten.

💡
🎠 Leben ist ein Karussell aus Sichtweisen.Wer sich festhält, fliegt raus. Wer mitfließt, wird weitergetragen.

🍵 Die Suppe verlassen

Es gibt in der Welt nicht die eine Wahrheit – sondern viele lokale Maxima: Inseln des Erkennens, auf denen wir manchmal stranden, bevor wir erneut in See stechen.

Manche Entscheidungen fühlen sich wie ein fauler Apfel an – wir kleben daran wie die Fliegen 🪰, so nah, dass wir den Weg zum frischen Komposthaufen gar nicht mehr riechen (okay… seltsames Bild, aber du weißt, was ich meine 😅).

Um neue Perspektiven zu gewinnen, braucht es manchmal genau das: einen Schritt zurück.

Oder wie wir sagen würden: einen verspielten Sprung über den Tellerrand.

🌱 Schlussfolgerung mit Augenzwinkern

Das Leben ist kein Entweder-Oder.

Es ist ein buntes Buffet voller Lösungen mit verschiedensten Geschmacksrichtungen – von süß bis scharf, von erdig bis überraschend frisch.

💡
🌈 Entscheiden heißt: wählen, was jetzt stimmig ist. Und offen bleiben, dass morgen etwas anderes dran sein könnte.

✨ Deine Entscheidungsmagie ist gefragt!

Welche Entscheidungssituationen beschäftigen dich gerade?

Was sind deine besten Strategien, um mit Dilemmata umzugehen?

Und was war deine größte Entscheidung in letzter Zeit – vielleicht sogar eine, bei der du dich für „etwas ganz Anderes“ entschieden hast?

🎲 Teile deine Einsichten, Fragen oder Methoden in den Kommentaren. Lass uns gemeinsam das Spielfeld der Möglichkeiten erweitern.


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