n.14 Entscheidungen und andere wilde Tiere
Das Tetralemma öffnet vier Tore jenseits von Ja und Nein. Über systemisches Denken, die Suppe verlassen und warum Entscheidungen kein Entweder-Oder sein müssen. Plus: Therapy Thursday, ein neues Format.
Das Tetralemma, die Suppe verlassen und die Erinnerung, dass Leben kein Entweder-Oder ist.
Lieber anderer Mensch,
Du kannst dir die Passage auch einfach mal anhören:
die letzten Wochen waren voller lebendiger Experimente. In meiner therapeutischen Arbeit (Daniel hier 👋) habe ich mehrere Gruppensitzungen begleitet – ausgestattet mit Insighttopia-Karten und anderen verspielten Tools. Daraus entstanden neue Formate wie der Therapy Thursday, den ich nun regelmäßig mit dir teilen will: als Spielfeld für Erkenntnisse, Humor und heilsame Perspektivwechsel.
Parallel dazu hat sich die Mission von Playtipus Games weiter verdichtet:
Wir wollen kreative Menschen – insbesondere therapeutisch Tätige oder solche auf dem Weg dorthin – dabei unterstützen, Veränderung nicht als Bürde, sondern als Einladung zur spielerischen Selbstentwicklung zu begreifen.
Diese Woche widmen wir uns einem dieser „schwer-leichten“ Themen: Entscheidungen.
Und dem uralten systemischen Geheimnis, dass es mehr als nur A oder B gibt.
🧭 Das Tetralemma – vier Tore zur Entscheidung
In systemischer Sprache unterscheidet man nicht nur zwischen Ja oder Nein, sondern öffnet die Perspektive auf vier (bzw. fünf) Möglichkeitsräume:
- A
- Nicht-A
- Sowohl A als auch Nicht-A
- Weder A noch Nicht-A
- 🌀 (und manchmal: „Etwas ganz Anderes“)
Diese Perspektiven helfen uns, aus der Zelle binärer Logik auszubrechen und wieder in den Spielmodus des Denkens zu finden.
Systemisches Denken heißt: nicht gegen das Problem arbeiten, sondern um es herum tanzen. 💃🕺
Die Dinge dürfen paradox sein. Mehrdeutig. Vielschichtig.
Wir müssen unsere Sichtweise nicht aufgeben – aber wir können sie vorübergehend parken, um andere Realitäten zu betreten.
🍵 Die Suppe verlassen
Es gibt in der Welt nicht die eine Wahrheit – sondern viele lokale Maxima: Inseln des Erkennens, auf denen wir manchmal stranden, bevor wir erneut in See stechen.
Manche Entscheidungen fühlen sich wie ein fauler Apfel an – wir kleben daran wie die Fliegen 🪰, so nah, dass wir den Weg zum frischen Komposthaufen gar nicht mehr riechen (okay… seltsames Bild, aber du weißt, was ich meine 😅).
Um neue Perspektiven zu gewinnen, braucht es manchmal genau das: einen Schritt zurück.
Oder wie wir sagen würden: einen verspielten Sprung über den Tellerrand.
🌱 Schlussfolgerung mit Augenzwinkern
Das Leben ist kein Entweder-Oder.
Es ist ein buntes Buffet voller Lösungen mit verschiedensten Geschmacksrichtungen – von süß bis scharf, von erdig bis überraschend frisch.
✨ Deine Entscheidungsmagie ist gefragt!
Welche Entscheidungssituationen beschäftigen dich gerade?
Was sind deine besten Strategien, um mit Dilemmata umzugehen?
Und was war deine größte Entscheidung in letzter Zeit – vielleicht sogar eine, bei der du dich für „etwas ganz Anderes“ entschieden hast?
🎲 Teile deine Einsichten, Fragen oder Methoden in den Kommentaren. Lass uns gemeinsam das Spielfeld der Möglichkeiten erweitern.
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